Kurze Zusammenfassung:

→ steuert Körperbewegungen, Blutkreislauf, Atmung, Ausscheidungen, Sprache, Gehör, Tastsinn,         Sexualverhalten

Charakterbild: schnelle Bewegungen, rege in Körper und Geist, leicht reizbar, ängstlich oder             ärgerlich, ungeduldig, friert leicht

Symptome bei Disharmonie: steifer, schmerzender Bewegungsapparat, Appetitlosigkeit,                     Magenschmerzen, trockene Haut, unbegründete Müdigkeit, Verstopfung, Neigung zum Gähnen,         Zittern oder Schluckauf, Schwindelgefühl, Schlafstörungen

Gegenmaßnahmen: süße, saure, salzige, heiße und flüssige Zubereitungen essen; Massagen,          Einlauf, Entspannung und Schlaf

Wie sollten Vata-Menschen essen?

Vata-Menschen, von ihrer Natur aus flexibel und kreativ, aber auch zart und von sensibler Wahrnehmung, lieben den feinen Geschmack. Wenn es ihnen bekommen soll, muss das Essen harmonisch, ausgewogen, warm und wohlschmeckend sein. Da Vata-Naturen selbst feinste Nuancen geschmacklicher Variationen wahrnehmen, sollte das Essen geschmacklich ausgegelichen und nicht zu stark gewürzt sein. Nicht nur die Speise selbst, auch die ganze Atmosphäre beim Essen ist für die Vata-Natur wichtig: der Duft der Speisen, der geschmackvoll gedeckte Tisch undschließlich die Konversation, die entspannt und von leichten Gedanken getragen sein sollte. Das Gesprächssthema darf durchaus geistreich und tiefschürfend sein. Auseinandersetzungen und schlechte Stimmung verderben Vata jedoch buchstäblich den Appetit.

Ist Vata aus dem Gleichgewicht geraten - und das ist heute bei den meisten Menschen der Fall -, ist innere und äußere Ruhe, Sammlung und Wärme beim Essen das oberste Gebot. Vata-Menschen brauchen eine unbeschwerte und gelöste Atmosphäre, um ungestört verdauen und die regenerativen Energien freisetzen zu können, die in einer gesunden Mahlzeit stecken. Ebenso wichtig sind für Vata-Naturelle drei regelmäßige Mahlzeiten, idealerweise morgens zwischen 6 und 8 Uhr, mittags zwischen 12 und 14 Uhr und abends zwischen 19 und 20 Uhr. Die süße Geschmacksrichtung schätzen Vata-Menschen besonders, aber auch der saure und der salzige Geschmack sollten dabei sein. Heißes Wasser in kleinen Schlucken getrunken, tut Vata-Naturen ebenfalls gut.

Bei Vata-Störungen geht es um innere Ruhe und Sammlung. Deswegen sollte auch die Lebensweise so abgestimmt sein, dass Vata wieder ins Lot kommt. Gehen Sie also rechtzeitig ins Bett und sorgen sie für ausreichenden Schlaf, regelmäßige Ruhe und Regeneration. Auch Spaziergänge, Yoga, Mantra-Meditation, ruhige Musik, kreative Tätigkeiten u.ä. sind einfache aber effektive Hilfen. In der kalten Jahreszeit schützen sie ihre Haut vor Austrockunungen durch Wind und Kälte am besten durch Ölmassagen mit Sesam- oder Mandelöl.

Für Vata empfehlenswerte Nahrungsmittel:

Obst:

süße, saure, saftige und reife Früchte (alle Beeren, süße Ananas, Äpfel (gekocht), Aprikosen, Avocados, reife Bananen, Birnen, Datteln, Erdbeeren, Feigen, Kirschen, Kiwis, Kokosnüsse, Limetten, mangos, Melonen, Nektarinen, Orangen Papayas, Pfirsiche, Pflaumen, Rhabarber, Trauben)

Früchte am besten pur und nicht nach 18 Uhr 

 

Gemüse:

Gedünstetes bzw. gekochtes, frisches Gemüse (Artischocken, grüner Chilli, Fenchel, Flaschenkürbis, Gurken ohne Schale, Grüne Bohnen, Karotten, Kresse, Kürbis, Mangold, Okraschoten, schwarze Oliven, Pastinaken, Rote Beete, Steckrüben, Spargel, Süßkartoffel, Zucchini

 

Getreide/ Getreideprodukte und Stärkeprodukte

Ideal: Gekochtes Getreide (z.B.: Brei)

Amaranth, Basmatireis, Dinkel, Hafer gekocht, Müsli mit warmer Milch, Quinoa, Reismilch, gelegentlich Sauerteigbrot, gewürzter Vollkornreis, Weizen, Wildreis 

 

Hülsenfrüchte und Sojaprodukte

Gut gekocht und mit blähungshemmenden Gewürzen

Mungbohnen, gekeimt, ohne Schale und mit Gewürzen, Mung Dal, gelb und grün, Sojamilch, warm und gewürzt, Sojasauce, gelegentlich Tofu, warm und gewürzt

 

Nüsse und Ölsamen

In Maßen: Cashewnüsse (geröstet), Haselnüsse, Macadamiannüsse, Mandeln (eingeweicht und geschält), Paranüsse, Pekannüsse, Pinienkerne, Pistazien, Walnüsse, Gomasio (Sesamsalz), Kürbiskerne, Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne, Tahin

  

Öle

kaltgepresst zu jeder Mahlzeit, innerlich und äußerlich empfohlen (nach Reihenfolge): Sesamöl, Ghee (1-2 EL pro Mahlzeit), Olivenöl, Sonnenblumenöl 

 

Milchprodukte

Butter, Buttermilch, Dickmilch,  Ghee, Hüttenkäse, Joghurt, Kuhmilch (erwärmt und eventuell verdünnt), Panir, Weichkäse, Sahne, Saure Sahne, Ziegenmilch, Ziegenkäse

 

Gewürze

Agni-anregende, entblähende, süße, saure und salzige Gewürze

Ajwan, Anis, Asafoetida, Basilikum, Bohnenkraut, grüner Chilli, Dill, Fenchelsamen, Gewürznelken, Ingwer, Kardamon, Koriander, Kümmel, Kreuzkümmel, Kurkuma, Majoran, Mangopulver, Mohnsamen, Muskat, Orangenschale, Paprikapulver, Pfeffer (schwarz), Pippali, Piment, Rosmarin, Rosenwasser, Safran, Salbei, Schwarzkümmel, Steinsalz, Senfkörner, Sternanis, Tamarinde, Thymian, Vanille

 

Süßungsmittel

Ahornsirup, Fruchtdicksäfte, Honig (kalt abgefüllt), Jaggery bzw. Gur, kandierte Früchte, Roh-Rohrzucker, Vollrohrzucker